Hochzeitsauto
Egal ob man “nur” standesamtlich oder standesamtlich UND kirchlich heiratet: Die Fahrt im Hochzeitsauto als Teil des alt bekannten Autokorsos begleitet von einem ohrenbetäubenden Hupkonzert gehört nicht nur in Deutschland zu den wichtigsten Traditionen, wenn es ums Heiraten geht. Natürlich versteht es sich von selbst, dass das Hochzeitsauto hierzu aufwändig geschmückt werden muss. Im klassischen Fall mit roten Rosen, weißen Lilien und grünem Efeu.
In Norddeutschland gibt es den Brauch, des so genannten “Schatten”. Hierbei wird das Brautpaar während des Korsos angehalten und muss als Wegezoll Schnaps an die Umstehenden verteilen bevor es weiter fahren darf. Einen ähnlichen Brauch gibt es in Bayern, wo jeder Hochzeitsgast einen kleinen Geldbetrag an die Kinder oder die Ministranten des Dorfes, durch das der Korso fährt, geben muss.
Hat man in früheren Zeiten als Hochzeitsauto meistens das eigene Auto verwendet, so geht heute der Trend eher hin zu einem Mietwagen der ganz besonderen Art. Die Auswahl an Gefährten und Anbietern ist groß. Vom modernen Sportwagen, über die luxuriöse Limousine bis hin zum Oldtimer gibt es viele Möglichkeiten.
Als besonders romantisches Hochzeitsgefährt gilt als Alternative zum Auto die festlich geschmückte Hochzeitskutsche. Sie bietet sich vor allem da an, wo die Wege kurz sind und man hat je nach Witterung die Wahl zwischen einer offenen oder einer geschlossenen Kutsche. In schneereichen Gebieten ist eine schöne Alternative zum Hochzeitsauto auch der Hochzeitsschlitten.