In Deutschland begeht man bestimmte Zeitabschnitte einer Ehe mit ganz besonderen Feierlichkeiten. Nach 25 Jahren Ehe feiert man hierzulande gerne die Silberne Hochzeit. Oftmals steht das Fest in seiner Größe und in seinem Ausmaß der ursprünglichen Hochzeitsfeier in nichts nach. Die Dekoration für die Feierlichkeiten ist meistens passend zum Thema in Silber gehalten.

Manchmal dürfen Mann und Frau zu diesem ganz besonderen Festtag einen silbernen Kranz oder einen Silberstrauß tragen. Der bleibende Wert der Ehe soll mit diesem Fest unterstrichen und bestätigt werden und manche Paare entscheiden sich anlässlich der Silberhochzeit auch dazu, ihre Flitterwochen zu wiederholen und die vergangenen Jahre so in Ruhe und Zweisamkeit Revue passieren zu lassen.

Das Brauchtum in Bezug auf die Silberhochzeit unterscheiden sich die in Nord- und Süddeutschland ein wenig. Im Norden der Republik wird in der Regel der Hauseingang des Paares von Nachbarn, Freunden und Verwandten  mit Kränzen aus Tannenzweigen geschmückt, an denen man Papierblumen, Streifen silbrigen Papiers, silberne Küchenutensilien und / oder Geschirr anbringt. In Süddeutschland hingegen wird das silberne Besteck zur Belustigung aller lieber aus dem Fenster geworfen.

Nach 50 Ehejahren feiert man die Goldene Hochzeit. Die Verbindung zweier Personen wird hier mit Gold, dem gemeinhin bekannt edelsten und kostbarsten Metall, verglichen. So manches Paar erneuert bei der Goldenen Hochzeit sein Eheversprechen sogar vor dem Altar in der Kirche.

Zur Goldenen Hochzeit bekommt man in Norddeutschland ähnliche Kränze aus Tannenzweigen mit Papierblumen geschmückt wie zu Silbernen Hochzeit, mit dem einzigen Unterschied, dass kein silbernes, sondern goldenes Papier mit verarbeitet wird.